Die Fassadensanierung ist ein gefragter Bestandteil im Aufgabengebiet des Maurers. Vor allem in Hamburg finden wir noch viele, gut erhaltene Fassaden – insbesondere in den Stadtteilen Winterhude, Eimsbüttel oder Eppendorf.
Heute möchten wir euch ein Projekt vorstellen, welches wir von anfänglicher Beratung bis finaler Fertigstellung begleitet haben. Insgesamt umfasste die Sanierung somit genau ein Jahr und einen Monat.
Welche Arbeiten waren notwendig?
Unsere beiden Firmen Otto Holzhausen & Sohn KG sowie die Meistergilde haben bei diesem Projekt eng zusammen gearbeitet. Wenn Sie mehr über das jeweilige Aufgabengebiet der Unternehmen wissen möchten, klicken Sie bitte hier.
Die Koordination von Baustellen und Handwerksbetrieben ist das Fachgebiet unserer Meistergilde. Diese hat sich den ergänzenden Gewerken zu unseren „hauseigenen“ Maurerarbeiten bei dem Projekt angenommen: Das Leistungsspektrum der anderen Gewerke reichte hier von Maler-sowie Schlosserarbeiten bis hin zu Gerüstbau.
Wir, die Otto Holzhausen & Sohn KG gliederte sich als Maurerunternehmen bei der Fassadensanierung ein und fertigte unter anderem verstärkende Auflager für die Balkone des Gebäudes an. Dies war zwingend notwendig, da die Balkone seit fast zwei Jahren gesperrt worden waren aufgrund von unzureichender Substanz und Tragfähigkeit der Balkone.
Durch eine neue Tragkonstruktion und Verankerungen im Gebäude konnten wir die statischen Anforderungen an das Gebäude erfüllen und die Balkone für die Eigentümer wieder freigeben.
Warum ist eine Fassadensanierung wichtig?
Hierfür gibt es verschiedene Gründe, in erster Linie schützt eine intakte Fassade das Gebäude vor Witterung und Feuchtigkeit. So kann auch die Energieeffizienz eines Gebäudes verbessert und damit die Heizkosten für die jeweiligen Bewohner gesenkt werden. Eine Fassadensanierung erfüllt somit einerseits ökologische Anhaltspunkte. Andererseits, und dies fällt eher unter das ökonomische Argument, erhält eine sanierte Fassade den Wert der Immobilie – oder kann ihn unter Umständen sogar steigern.
Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Sanierung?
Hier gibt es zum einen dringliche Faktoren und zum anderen Argumente mit wenig hoher Priorität. Weniger schwer wiegt der optische Aspekt, also eine Fassadensanierung zur Verbesserung der Optik des Gebäudes bevor es zum Beispiel verkauft oder vermietet wird. Wirkt sich der derzeitige Zustand der Fassade nicht auf die Energieeffizienz oder das dahinterliegende Mauerwerk aus, muss das notwendige Geld nicht zwangsweise sofort in die Hand genommen werden.
Faktoren, die mehr Gewicht haben, sind beispielsweise Feuchtigkeitseintritt oder Schimmel im Innenbereich. Auch sichtbare Schäden wie Risse, Putzabplatzungen oder Verfärbungen können ein erstes Indiz für einen Mangel sein, die schnell behoben werden sollten. Insbesondere, wenn Teile der Fassade instabil erscheinen oder drohen herunterzustürzen (bei alten, hängenden Stuckornamente ist das häufiger der Fall). Hier bietet es sich an zeitnah eine Besichtigung zu vereinbaren, um sich ein Angebot geben zu lassen. Gern können Sie auch zwischen mehreren Angeboten unterschiedlicher Fachfirmen vergleichen.
Wie sind wir bei der Fassadensanierung vorgegangen?
1. Bestandsaufnahme und Schadensanalyse
Vor Beginn der Sanierungsarbeiten erfolgte durch uns eine gründliche Bestandsaufnahme der Fassade. Dabei werden Art, Umfang und Ursache der Schäden festgestellt. Typische Schadensbilder sind:
- Risse (Haarrisse, Netzrisse oder Putzabplatzungen) oder Hohllagen
- Feuchtigkeitsschäden durch mangelhaften Wasserablauf (Algen-, Moosbefall)
- Abblätternde oder nicht tragfähige Altanstriche
Das Ziel ist die Ermittlung der Schadensursache, um ein geeignetes Sanierungssystem festlegen zu können.
2. Baustelleneinrichtung und Vorbereitung
Nach Abschluss der Bestandsaufnahme wird die Baustelle vorbereitet. Zu den erweiterten Arbeiten der Fassadensanierung zählt:
- Aufstellen von Gerüsten nach DIN EN 12811
- Anbringen von Schutznetzen und ggf. Staubschutzplanen
- Anschluss von Wasser- und Stromversorgung
Bei Sanierungen im bewohnten Zustand achten wir zusätzlich auf Sauberkeit und Sicherheit. Ebenfalls müssen wir uns strenger an Lärmschutzzeiten halten, da in einem dicht besiedelten Wohngebiet gearbeitet wird.
3. Abtragen und Ausbessern beschädigter Putzstellen
Alle hohlen oder losen Putzbereiche werden sorgfältig entfernt.
Dies geschieht mittels folgender Arbeiten:
- Abstemmen der schadhaften Stellen bis auf den tragfähigen Untergrund
- Reinigen der Kanten, damit keine scharfen Übergänge entstehen
- Befeuchten des Untergrunds (bei mineralischem Putz notwendig)
- Auftragen eines geeigneten Haftbrücken- oder Spritzbewurfs (z. B. Zement-Spritzbewurf bei Kalk-Zement-Putzen)
Bei Feuchtigkeitseintritt: Nach dem Freilegen von schadhaften Stellen ist es wichtig, die Ursache der Nässe zu finden und diese vorher abzudichten – und nicht nur das Problem oberflächlich zu behandeln.
4. Oberflächenbehandlung und Fassadenbeschichtung
Nach vollständiger Durchtrocknung des Putzes erfolgt bei der Fassadensanierung die Oberflächenbehandlung.
Hierfür gibt es folgende Möglichkeiten:
- Armierungsgewebe: Um Risse an der Fassade zu behandeln
- Dispersions- oder Silikonharzfarben: Hohe Witterungsbeständigkeit, wasserabweisend
- Putzbeschichtungen: Dünnschichtiger Edelputz (Reibeputz, Kratzputz etc.)
Die Materialentscheidung hängt immer von dem jeweiligen Untergrund und dem Einsatzgebiet ab.
5. Abschlussarbeiten und Qualitätskontrolle (Abnahme)
Nach Abschluss aller Arbeiten erfolgt eine gründliche Prüfung und Dokumentation auf Ebenheit und Struktur der Putzfläche. Bei Ausbesserungen von partiellen Stellen ist insbesondere die Farbtongenauigkeit wichtig. Ebenfalls sollte immer überprüft werden, ob angrenzende Bauteile wie Fenster oder Dachüberstände sauber hinterlassen wurden.
Fazit
Grundsätzlich lässt sich sagen, dass eine Fassade mit der Zeit durch Witterung und Regen belastet wird und daher alle 20-30 Jahre fachmännisch begutachtet werden sollte. Manchmal wird man als Eigentümer innerhalb dieser Zeitspanne aber auch selbst schon auf optische Veränderungen aufmerksam und kann aktiv werden.
Ebenfalls bietet es sich an im Zuge anderer Sanierungsmaßnahmen, wie zum Beispiel einem Fenstertausch, das Augenmerk auf die Fassade zu richten. So können doppelte Kosten etwa fürs Einrüsten vermieden werden.
Eine Fassadensanierung ist ein komplexer, mehrstufiger Prozess, der handwerkliches Können und genaue Kenntnis der Materialien erfordert. Für uns als Maurerfirma bedeutet dies eine Kombination aus traditionellem Handwerk (Putz- und Mauerwerksarbeiten) sowie moderner Sanierungstechnik (z. B. Armierungssysteme, Silikonharzputze). Eine fachgerechte Ausführung sorgt nicht nur für eine optische Aufwertung, sondern auch für nachhaltigen Witterungsschutz und für die Werterhalt des Gebäudes.
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